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Altes überwinden: Leg ab, was nicht deins ist

Meine Erfahrungen zum Horse & Spirit Festival 2022 in Hessen


Heimfahrt. Ein bewegtes und kraftvolles Wochenende hat meine Herz mit Dankbarkeit und Liebe gefüllt. So fühlt sich Sippe an, Großfamilie. In der Horse & Spirit Gemeinschaft habe ich meine spirituelle Heimat gefunden. Und mehr noch. Immer mehr innige, persönliche Kontakte kommen dazu. Schwestern, die einander fördern und unterstützen, die sich zeigen, so wie sie sind. Konkurrenzgedanken gibt es nicht. Wie wohltuend das ist!


Männer, die ihre Spiritualität leben, Jahrzehnte lang ihre Medizin teilen und nach neuen Wegen für Gemeinschaft suchen. Es hat mich so berührt.


Menschen, die eben noch fremd waren und ihr Herz öffnen, weil der geschützte Rahmen einer authentischen Gemeinschaft es möglich macht. Hören und Reden mit dem Herzen. Wahrhaftig sein. Schutzmauern und Masken fallen. Nicht nötig hier. Tränen dürfen fließen, Grenzen werden überwunden und ganz neue Erfahrungen werden gemacht. Ich konnte nur einige der Workshops besuchen, die nicht Wissen, sondern uns alle in einen Erfahrungsraum mitnahmen: Neues Leadership. Wann folgen mir Menschen? Was heißt Mann sein, Frau sein? Eine Reise durchs Medizinrad, Trommelreisen und kraftvolle Rituale.


Visionen für eine anderes Zusammenleben entstehen. Neue Werte, neue Maßstäbe, unser tiefster Kern, der sich nach Liebe und Frieden sehnt, darf ans Licht.


Ich verneige ich in tiefer Dankbarkeit vor dem heilenden Feld der Pferde und Menschen mit offenem Herzen.


Der folgende Text entstand nach einer Trommelreise mit meiner Mentorin Ulrike Dietmann:

Er spiegelt die Essenz meiner letzten Monate wieder:


Trommelklänge. Pferdehufe trommeln auf Mutter Erde. Erde bebt. Ich bebe. Mein Herz trommelt. Grenzen lösen sich auf. Alles ist eins.

Sie tritt aus der Herde und kommt auf mich zu. Die weiße Stute bleibt vor mir stehen Und schaut in meine Seele: „Leg ´alles ab, was nicht deins ist.“ „Alles?“ „Alles!“ Ich lege alles ab und bin nackt. Verletzbar – ohne schützende Hülle. „Jetzt schaue in dein Herz. Leg´ ab, was nicht deins ist.“

Ich lege alle Erinnerungen ab. Ich vergesse, wer ich bin. Ich gebe ab, wer ich war, wer ich zu sein glaube und wer ich glaubte, sein zu müssen. Ich vergesse, wer ich bin.


Jetzt bin ich. Wie ich am ersten Tag kam. Meine Seele betrat diesen nackten Körper. Ohne etwas und mit allem. Vollständig. Geliebt. Beschützt.


So begegne ich dir. Jetzt. Leer. Erfüllt von deinem Anblick. Vater. Vater Sonne. Eine Hülle schützender Wärme berührt den Samen in mir, den du mir mitgegeben hast. Er vibriert.

Ich bin verletzbar und roh, aufgebrochen. Es macht mir keine Angst – nicht mehr. Deine Strahlen streicheln über meine nackte Haut und flüstern: „Pures reines Sein in meinem Schutz.“ Sonnenkind.


Die Zeit bricht auf. Chronos zerfällt. Eine Weinbergschnecke streckt mir aus dem Sonnenzentrum Ihre Fühler entgegen und ein Geschenk:

"Nimm die Zeit ohne Zeit." Es gibt keine Eile mehr. Alles ist in der richtigen Zeit. Alles ist jetzt.


Die Fühler fühlen durchs Rad: Süden, Westen, Norden, Osten. Sind berührbar und empfindsam. Und während sie sich zurückziehen Sind sie auf dem Vormarsch. Ohne Zeit. Immer wieder.

Hufschläge galoppieren im Herzen auf der Trommel Dir entgegen. Vater Sonne.





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