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Wir hatten noch einen Anstieg vor uns. Nach wenigen Kilometern überquerten wir mehrere Mallines.

Das Gras stand etwas besser. Wären wir gestern noch eine Stunde geritten, hätten die Pferde einen schöneren Platz für die Nacht gehabt. Unser Aufstieg endete auf der Mallin Chufquen, einem weiten Hochtal. Dort graste ein gutes Dutzend Kühe. Durch den Südbuchen-Araukarien-Cania-Wald begann der Abstieg. Es tat gut, im Schatten der Bäume zu reiten. Bald waren wir im Tal des Arojo Colocao angekommen, der eine Cascade hinunter donnerte. Auch hier muss es einen mächtigen Waldbrand gegeben haben. Erstaunlich, dass einige der alten Araukarien das überlebt hatten. Die dicke Borke hat den Baum vor der völligen Zerstörung bewahrt. Bevor wir den Lago Norquinco erreichten, erfassten wir das ganze Ausmaß des Brandes. Kilometerlang ritten durch ein Meer verkohlten Baumstämme. Nur die Krautschicht begann sich zu erholen. Ein gespenstischer Anblick und ein beklemmendes Gefühl!

Durch den Arojo Pilhue wurde der Brand gestoppt. Bis zum Lago Norqiunco gab es wieder Vegetation. Das tat gut. Wir hatten uns eine Halbinsel mit gutem pasto als Biwakplatz ausgesucht. Von hier aus konnten wir den ganzen See und den Zeltplatz auf der gegenüberliegenden Seite überblicken. Ein Felsen fiel und besonders auf. Die "torta", wie wir später erfuhren. Ja, wie eine riesige Torte mit Araukarien dekoriert lag diese Felsformation vor der Bergkette uns gegenüber. Wir lagen lange am Strand und bestaunten diese Schönheit und lauschten dem zufriedenen Grasrupfen unserer Pferde. In der Dämmerung kam ein Otter vorbei geschwommen... Was für ein friedlicher Ort.

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