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Bis 1850 Meter hinauf

Gegen Mittag brachen wir auf. Wir mussten keine Koppel abbauen. Doch das Einpacken von Zelt, Isomatten und Schlafsäcken, das Verstauen

aller Dingen in den Packtaschen und das Satteln dauern mindestens eine Stunde. Einen kurzen Stopp legten wir bei Maurice, unserem Fardo-Lieferanten ein. Dann folgte der lange Aufstieg. Das Tagesziel heißt Horacio am Lago Norquinco. Wo immer es möglich ist, traben wir. Der letzte Aufstieg durch den steilen Hochwald ist hart. Wir folgen der getrampelten Serpentine. In der Gebüschzone wurde es endlich flacher. Aus den Lavagestein ragten hin und wieder trockene Grasbüschel. Unsere drei fraßen erst einmal. So kletterten wir von Büschel zu Büschel fressend den Berg bis in den vegetationslosen Sattel auf 1850 m hinauf. Die Aussicht war überwältigend, wenn auch nicht so klar wie beim Hinritt. Natürlich legten wir auf der anderen Seite auf "unserer" Malline eine Pause ein. Die Pferde wollten gar nicht aufhören zu fressen. Das war das grünste Grün, dass es seit einer Woche gab! Gegen 14 Uhr begann der Abstieg. Im steinigen Flussbett riss Truenos Wunde am Bein wieder auf und blutete. Auf der Malline Blanco legten wir eine Pause ein. Roland versorgte die Wunde. Das Bluten hörte auf. Ich suchte in der Zwischenzeit einen Weidestab, den wir hier verlorenen haben mussten. Tatsächlich. Nun war die Ausrüstung wieder komplett. Im Tal trafen wir vereinzelt blökende Kälber und Bullen. Zweimal wollten sich uns Kälbchen anschließen. Aber wir waren nicht die Herde. Roland

hielt an der Viehdieb-Story fest... Bevor wir den Arojo Nompehuen überquerten, legten wir eine Fresspause an einem Puesto ein. Auf der anderen Flussseite waren wir wieder auf Horacios Estancia. Gegen 21 Uhr kamen wir in "unserem" Puesto an. Horacio wollte gleich mit uns Lebensmittel einkaufen fahren, der Liebe. Ausnahmsweise waren wir gut versorgt und hatten noch ausreichend dabei. Am folgenden Tag nahmen wir den Pferden die Eisen ab. Als Unterhauer diente ein platt geraspelter Nagel. Na toll ... Leider war auch im Werkzeug von Horacio kein Unterhauer dabei. Durch die Trockenheit waren die Hufe hart wie Beton. Wir stellten die Pferde in den Fluss. Das machte das Raspeln und Schneiden möglich. Durch die Vidiastifte, die Roland in die Eisen eingelassen hatte, waren diese nach ca. 700 Kilometern noch nutzbar. Wir packten sie ein, um im pueblo Alumine einen Schweißer zu finden, der Elektroden aufbringt.

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