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Der felsige Weg zum Rucachoroi

Ein anstrengender Aufstieg lag vor uns. Der Pass lag auf 1200 Meter Höhe. Eine Weile suchten wir den Einstieg zum Aufstieg durch das Gestrüpp.

Die machetierte Passage war gefunden und schnell gewann der Weg an Höhe. Wir waren froh, dass wir die Erlaubnis bekamen, diesen Weg nutzen konnten. Aus mehreren Quellen hatten wir erfahren, dass der Huella Andina auf der gegenüberliegenden Talseite wegen felsiger Partien nicht reitbar wäre. Unsere drei mussten schuften. Es ging stetig steil bergan. Die Anstrengung sah man ihnen an. Sogar Söckchen, der nicht so schnell ins Schwitzen kommt, war nass. Weil kein Gras wuchs, rasteten wir nur kurz, um den zauberhaften Blick zurück ins Tal zu genießen: Vulkan Lanin, Lago Quillen und die Ebene des Rio Quillen. Der Aufstieg ging weiter. Auf einer kleinen, ergiebigen Malline konnten unsere Pferde endlich fressen. Die vacas waren bis hier noch nicht vorgedrungen. Es gab ausreichend Gras und blühende Blumen. Das letzte Stück zum Pass stiegen wir ab und führten wir die Pferde durch die scharfkantigen Steine.

Danach waren wir eine zeitlang in der baumlosen Zone unterwegs. Neben uns streckte sich der Coll Rucachoroi mit 2296 Metern in die Höhe. Auf der anderen Seite eröffnete sich eine riesige Hochebene. Ein Fluss nutzte die Weite zum Mäandrieren, zahllose Tiere grasten, eine Pferdeherde war zu erkennen. Winzig klein aus unserer Höhe. Wir befanden uns nun wieder auf dem Huelle Andina und folgten der markierten Route bis zum Logo Ruca Choroy. Weit unten begegneten wir einem Gaucho, der zwei Bullen ins Tal trieb. Er beschrieb uns den Weg zu Julia, der Guarda Parque. Julia war nicht begeistert und erklärte streng, dass der Huella Andina von Quillen bis hier nicht für Pferde zugelassen ist. Er ist felsig und steil. Es besänftigte sie etwas, als Roland erklärte,

dass wir auf der anderen Talseite unterwegs waren. Dafür war sie nicht mehr verantwortlich. In ihrem Garten mit guten Pasto wollte sie uns nicht beherbergen. Das wurde für ihre Pferde gebraucht. Aber sie begleitete uns reitend zu einer Familie, die selbst keine Tiere hatte. Für den Preis eines Fardos (Quader Luzerne) durften wir die Nacht dort verbringen. Mitten im Hof schlugen wir unser Zelt auf. Die Pferde sollten das Gras im Hof fressen und streiften zwischen bellenden Hunden, Schubkarren und Eimern herum. Wir kauften Salat aus dem Gewächshaus, das uns die sehr dünne Besitzerin sehr stolz zeigte. Später fiel mir auf, dass sie nur noch einen Zahn hatte. Um unseren Lebensmittelvorrat aufzubessern liefen wir am Abend zum Campingplatz. Der Almacen hatte ein überwältigendes Angebot. Wir kauften alle Verduras auf: Zwiebeln, Tomaten, Möhren und frische Torte fritas. Es war eine unruhige Nacht. Die Pferde polterten über den Hof und die Hunde bellten. Gegen Morgen wurde es ruhig. Nach dem Aufstehen war uns der Grund klar: Die Pferde hatten sich auf die benachbarte große Koppel gemogelt und waren sehr zufrieden mit der Futtersituation.

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