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Die transformierende Kraft eines Despachos

Herbstanfang. Frauen sitzen im Kreis unter einem Obstbaum. Neben ihnen ist ein steht ein kleiner Tisch mit Zutaten in den Farben Rot, Weiß, Rosa, Gold und Silber. Ein wunderschöner riesiger Strauß mit roten, weißen und rosa Rosen und Nelken lässt unsere Augen leuchten. In der Mitte liegt ein schwarz-roter Poncho aus Wolle als Basis, ein zweiter zusammengefalteter Poncho liegt darüber. Darauf entfaltet sich ein quadratisches, weißes Blatt mit geometrischen Falzen - eine Struktur wird in das zeit- und raumlose Ebene gegeben. Mit Zucker - pachamama, Mutter Erde liebt Süßes, so haben es die Andenschamanen überliefert bekommen- wird ein Kreuz sichtbar gemacht. Die Mitte wird mit einer Muschel als Symbol für das Meer aus dem alles Leben kommt, markiert.

Vier noch leere Quadranten liegen vor den Frauen. Und eine Reise durch diese vier Phasen ihres Lebens liegen vor ihnen.



Struktur ist im großen Alleins angelegt


Gebete, Dankbarkeit, Wünsche, Gefühle und Gedanken werden in die Kintus geblasen und nach einer vorgeschriebenen Ordnung ins Mandala gelegt. Die Paqos, die sich Diener der Erde nennen, benutzen Cocablätter dafür. Wir blasen unsere Essenz in Kintus aus drei Rosenblättern, jeweils eins für die obere, die mittlere und die untere Welt. Es entsteht eine tiefe Verbindung und Erdung.

Mit weißen Blütenblättern rufen wir die Apus an, die heiligen Berggeister. Sie kommunizieren direkt mit dem Göttlichen. Als Dank für ihre Hilfe füttern wir sie mit weißen Zutaten, denen wir unseren Dank und unsere Kraft einblasen: weiße Schokolade, Kokosraspel, weiße Schokolinsen…


Die rosa Blütenblätter legen wir für die Nustas, Prinzessinnen und Göttinen, die reinste weibliche Energie verkörpern. Zum Dank für ihre bedingungslose Liebe und kindliche Leichtigkeit füttern wir sie mit rosa Zutaten und Kichererbsen.


Tiefrote Blütenblätter legen wir für pachamama, Mutter Erde, die unser Mandala zusammenhält. Sie füttern wir mit sinnlich-nährenden Zutaten wie Schokolade, Kaffee und braunen Schokostreuseln.


Zum Schluss feiern wir, dass unsere Wünsche erfüllt sind und geben Konfetti, goldene und silberne Glitzer für Sonne, Mond und Sterne und Kraftbänder darüber. Fertig.



Fertig. Alle Gebete, Wünsche und Danksagungen sind ins Despacho geflossen


Wir haben unsere unsichtbare Essenz in ein sichtbares Bild gewoben. Unsere innere unbewusste Welt hat sich im Außen materialisiert. Unser Atem, unsere Gedanken und unsere Liebe sind eingeflochten und haben das Mandala beseelt. Das Gesamtbild aller Aspekte in uns ist zu einem wunderschönen, sichtbaren Bild geworden. Der wahre Ausdruck unserer wilden Natur, die uns oft nicht bewusst ist, die Essenz und Einzigartigkeit jeder von uns liegt in unserer Mitte.


Das Despacho wird verschnürt. Etwas fehlt? Das ist menschliche - auch daran haben die Paqos gedacht. Für alle nicht bedachten Wünsche und Gebete schieben wir ein Kintu unter die Verschnürung.


Eingeschlagen in die Ritualdecke wird das Despacho zum Feuerplatz getragen.



Verschnürt. Nur das letzte Kintu, für das Vergessene fehlt noch


Das Feuer wird entfacht, das Depacho aus der Decke geholt und der transformierenden Kraft übergeben. Jetzt haben wir aus unserer menschlichen Perspektive alles getan. Wir verabschieden uns in diesem Moment bewusst von der materiellen Ebene.


Wir drehen uns um und lassen die Spirits wirken. Ganz bewusst lassen wir die Kontrolle los. Die reine Energieform des Mandalas wird den Spirits und Pachamama übergeben.

Wir sind im Vertrauen und lassen das Ritual wirken.



Das transformierende Feuer. Wir verlassen die materielle Ebene



Die nächste Despacho-Zeremonie findet am 24. Oktober von 15- 17:30 Uhr statt. Melde dich gern, wenn du dabei sein magst. Der Platz ist auf 10 Menschen begrenzt.


Das Naturmandale bringt Ordnung und Struktur im Kontakt mit dem Göttlichen. Es kann ein Dankeschön für Mutter Erde sein, eine Fürbitte, ein Loslassen oder ein Anrufen der Apus oder Naturkräfte sein.


Du hast ein persönliches Anliegen? Melde dich. Gern gestalte ich deine ganz persönliche Despacho-Zeremonie.




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Das Loslassritual aus den Anden. Zuerst war ich skeptisch, ob das nicht zu viel Gedöns und Hokuspokus für mich ist. Doch der friedliche Rahmen, im Garten, bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher, ließen schnell meine Skepsis schwinden. Mit viel Zeit, Ruhe und Gelassenheit konnte ich meine Wünsche und Erkenntnisse mit den Gaben für die Geister und Mamapatcha, Mutter Erde, verweben und neue Räume und Ideen für meine Weiterentwicklung sammeln.

Das Ritual verlief mit viel Zeit und Gelassenheit, brachte mich ins Hiersein gab mir Kraft und Raum meine Hindernisse aus der Kindheit und Jugend mit den Wünschen der Gegenwart zu verbinden. Dazu wurden die Geister mit Süßigkeiten verwöhnt und auch für uns war Naschen erlaubt. Eine kindliche Freude am Wünschen, am Erkennen und…

Suka
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