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Halbjahres-Rückblick 2021: Loslassen statt Planen

Nachdem klar war, dass ich den argentinischen Sommer im heimischen Winter verbringe, habe ich die Zeit ziemlich verplant. Wenn schon zu Hause, dann kann ich ja richtig loslegen mit meiner Selbständigkeit und mich aufs online-Eis begeben. Und ja, wenn ich zu Hause bin kann ich auch ein Buch schreiben, Jahreskurse belegen, Jahreskurse anbieten ... und so weiter. Also mein Plan war rappelvoll.


Und genauso wie ich die Fäden spann, trieselten sie nach und nach wieder auf.

Ich habe vor allem gelernt, dass ich im engen Korsett eines Planes nicht funktioniere. Er schneidet mich von meiner Kreativität und letzten Endes vom Leben ab. Leben geht nicht nach Plan. Das habe ich vor allem gelernt in diesem bewegten, ersten Halbjahr.


Nicht ganz freiwillig. Zugegeben. Der zweite Lockdown hat nachgeholfen. Er hat mir ganz schön den Boden unter den Füßen in Wanken gebracht. Die Auferstehung des Herrn zu Ostern feierte ich mit meinem völligen Scheitern. So hat es sich angefühlt. Meine Angebote kamen nicht richtig ins Laufen und wenn, musst ich absagen, weil präsent nichts stattfinden durfte. Und dann kam meine Auferstehung. Nach Ostern. Sie begann mit dem Loslassen. Meine Pläne, mein Wollen, meine Anstrengungen. Ich habe die Hände geöffnet und alles in die Freiheit entlassen. Wie Luftballons steigen meine Ideen in den Himmel.


Gut, dachte ich. Dann kommt eben etwas anderes zu mir.


Und es kam. Im zweiten Halbjahr kann ich konkreter von diesen zarten Keimen berichten.


Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Schlendern durch mein bewegtes erstes Halbjahr





Übermut bei so viel unverplanter Zeit

Im Dezember war mir klar geworden, dass ich im Januar nicht nach Argentinien zu meinem Söckchen und den Freunden fliegen kann. Ein Pool aus unverplanter Zeit lag vor mir. Drei Monate. Was für ein Geschenk! Und schwups - genauso schnell sich die Lücke auftat, kamen Angebote zu mir, diese zu füllen.


Trotz meiner Liebe zu Freiheit und Unabhängigkeit brauchte ich in diesem losen Jahr eine Struktur. Dabei habe ich mich gleich dreimal für ein ganzes Jahr zur Zusammenarbeit committed und einmal sogar für zwei Jahre.

Und nein, es fühlt sich nicht nach Zwang an - sondern ganz frei und unabhängig.



Übermut tut mir gut

Masterclass der Hero´s Journey Instruktoren


Als erstes entschloss ich mich, mir ein zweites Jahr Masterclass bei meiner Mentorin Ulrike DIetmann in der nährenden Gemeinschaft der Hero´s Journey Instruktoren zu gönnen. In 2020, einer intensiven Heldenreise mit wöchentlichen Aufgaben und vierzehntägigen Coachings haben so viel Raum zum Wachstum in mir geschaffen. Ich durfte durch Prozesse gehen, Erfahrungen machen und meine Grenzen spüren und überspringen. Meine Seele eroberte sich diesen neu geschaffenen Raum, um sich auszudehnen. Das machte Lust auf mehr. Bis Juni erforschten wir die Themen:

  • Einzigartigkeit

  • Heilprozesse

  • Dein Pferd als Schamane und

  • Tierkommunikation.


Im März organisierten wir das dritte online - Horse & Spirit Festival für Pferdemenschen.

Über zehn Tage hinweg erlebten die Teilnehmer eine Heldenreise, einen natürlichen Entwicklungsprozess, der sich allein entfaltete. In Verbindung mit dem Pferdespirit wurden die Teilnehmer, wie auf dem Rücken der Pferde hindurch getragen - sanft und fließend. Das Ziel ist ein Umgang mit Pferden aus Augenhöhe - ohne Zwang und Druck. Eine kleine Revolution in der Pferdewelt. Auf dieser Heldenreise wurden bei vielen Tore zum Inneren geöffnet. Zu einer tiefen Verbindung zu sich selbst, zum Pferd und zu anderen Menschen. Das ist die Voraussetzung für einen liebevollen, achtsamen Umgang mit allen Wesen. Und vor allem mit sich selbst.



Unterwegs mit dem Pferdespirit


"Hunger nach Leben" - mein Buch in einem Jahr


Nach einem halben Jahr Schreiberfahrung bin ich heilfroh, Teil der Autorengemeinschaft der Pegasus-Schreibschule von Ulrike zu sein. Nachdem mein Plott recht zügig fertig war, denn ich wusste ja, was ich schreiben will (haha) bekam meine Haupfigur Alma ein Eigenleben. Plötzlich war sie es, die die Geschichte schrieb. Sie führte mich in Bereiche, deren Tiefe ich nie geahnt hätte. Ich durchwanderte dunkele Täler meiner Vergangenheit, saß weinend am Schreitisch und war nah daran, aufzugeben. Nach und nach wurde mir bewusst, das Almas Weg die Reise meiner eigenen Heilung sein wird. Meine Heldin schickt mich in Prozesse. Erst wenn das durch bin, kann ich weiterschreiben. Schreiben ist Persönlichkeitsentwicklung. Wie gut, dass es die Heldenreise gibt.


Im Kreis zehn wundervoller Autorinnen fühle ich mich getragen und unterstützt. Es berührt mich sehr in unseren monatlichen Konferenzen ganz nah an der Entstehung der anderen Werke beteiligt zu sein. Und so oft wartet in den Geschichten der anderen ein Stück eigenes Heilwerden. Dafür bin ich unendlich dankbar.




Auf dem Weg zur Kraft der BÄUME

Um meine Verbundenheit zu den Bäumen, den Naturwesen und den anderen Bewohnern des Waldes zu vertiefen, gehe ich mit Sabine Treeß, mit der ich bereits die Rauhnächte zelebriert habe, ein Jahr lang auf dem Weg zur Kraft der Bäume. Jahreszeitliche Rituale und schamanische Zeremonien öffnen mich dabei für die Rhythmen des Lebens, um mehr und mehr meinen eigenen Rhythmen zu folgen und mich selbst - auch hier in der zivilisierten Welt - weiter auszuwildern.

Im Kreis der Frauen und in Verbindung mit anderen schamanischen Kreisen gestalten wir Heilungszeremonien für Mutter Erde, die Bäume und die Natur nach Sandra Ingerman.



Pferd mit Reiterin steht am Abgrund. In der Ferne ist der Vulkan Lanin zu sehen.
Verbundenheit mit den Bäumen stärken

Mit Zwang geht gar nix


Mein Jahresmotte heißt SICHTBARKEIT. Um in das Licht der Aufmerksamkeit meiner Kundinnen zu gelangen und auch online unterwegs sein zu können, musste ich mir etwas einfallen lassen. So habe ich einige Scheine in Marketingkurse investiert. Versenkt - ist der bessere Ausdruck. Ich weiß jetzt, wie ich Webinare mache, die genauso sind, wie alle. Und online-Kurse erstelle. Ich habe mich durch die technischen Anforderungen geschwitzt, Videos aufgenommen, live gegangen. Ich habe mich angestrengt, habe die Aufgaben so gut ich vermochte, erfüllt. Und habe mich dabei wieder unzulänglich gefühlt. Es kam wieder dieses "Ich bin nicht gut genug" hoch.


Gefühlt habe ich Tausend neue online- und Technik-Fähigkeiten erworben und angewandt.

Oft hatte ich das Gefühl dabei: Das bin nicht ich. Am Tiefpunkt, Ostern, habe ich beschlossen, alles loszulassen. Die Kurse, das Anstrengen, das Likes generieren, das auf diese Art sichtbar werden wollen.


Das war ein Befreiungsschlag für mich. Ich muss gar nichts. Da fiel mir auch wieder die Essenz meiner Oktober Heldenreise "Authentischer Erfolg" ein: Einen Scheiß MUSS ich. Wie konnte ich das nur vergessen?


Das Wunderbare am Loslassen ist, dass man frei wird. Frei für das, was kommen möchte.

Frei, Impulsen Raum zu geben und zu folgen und bereit sein zum Empfangen. Als habe ich damit einen Schalter umgelegt, finden mich jetzt Erfolge und Aktivitäten, für die ich auf dem vorprogrammierten Weg und im Gefangensein in den Systemen der Anderen keine Augen hatte.


Ich habe gerade so ein Dauergrinsen im Gesicht und bin beflügelt. Ich spüre, dass ich wieder auf dem göttlich geführten Weg angekommen bin. Im nächsten Rückblick werde ich darüber berichten.


Ein schöner Nebeneffekt: Das Hecheln nach Likes hört auf und der social media Konsum geht zurück. Leben findet wieder im Leben statt.


Entstanden ist in dieser online-Kurs-Phase meine Impulswoche "Zurück zu dir" - wie du lernst authentisch und präsent zu sein. Am 12. Juli beginnt der zweite Kurs, du kannst dich gern noch anmelden.



Das virtuelle Lagerfeuer der Frauen


Im Januar 2021 hat meine liebe Kollegin Silke Frisch-Branderup das virtuelle Lagerfeuer der Frauen entfacht. Eine Alternative zur Gemeinschaft wegen ausfallender Präsenztreffen. Dabei keimte die Idee, einen Scheit, für regionale Lagerfeuer mitzunehmen.


Das habe ich aufgegriffen. Zum sechsten Mal trafen sich im Juni Frauen am virtuellen Lagerfeuer, um Themen, zu besprechen, die gerade am Herzen liegen. Jede, die redet, bekommt exquisite Aufmerksamkeit, wie es Manitonquat bezeichnete. Ich durfte ihn und seine Lehre von der Kraft des Kreises noch erleben.


Reden, ohne unterbrochen zu werden, ohne bewertet und beurteilt zu werden. Reden, um im Formulieren Klarheit zu finden.


Begleitet wird der Kreis von Pferdeweisheiten - einem Kartenset von Linda Kohanov. Jede findest ihre Antworten selbst. Wir alle lernen voneinander, von unseren Geschichten. Denn deine Geschichte ist meine Geschichte. Geschichten haben sich die Menschen schon immer am Lagerfeuer erzählt. Geschichten heilen unsere Seele.


Der Kreis nährt uns und schenkt uns die Kraft der Verbundenheit. Er zeigt:


  • du bist nicht allein

  • wenn du deine Geschichte teilst, initiierst du Heilung für alle im Kreise

  • die Kraft des Kreises trägt durch Krisen

  • wenn du dich verletzlich zeigst, wirst du nahbar und das schafft Verbindung

  • es entstehen Kontakte im realen Leben

  • es geht nicht um Wissen - das ist ausreichend in der Welt vorhanden - es geht darum, unsere Gefühle zuzulassen und zu fühlen, hinzusehen, den Schmerz dahinter anzuschauen - dann darf er gehen

  • es geht nicht um Konkurrenz, es geht um das Miteinander

Das Angebot ist kostenfrei. Termine findest du hier. Oder auf meinem Telegram-Kanal https://t.me/seelenreisen






Die RuheOase mit Baumkronenblick findet Liebhaber


Dieser idyllische Ort für Menschen die Ruhe suchen und eine Auszeit brauchen ist im letzten Jahr aus der Not geboren. Weil meine Pläne durch die Lockdowns und das Arbeitsverbot ins Wasser fielen, musste ich irgendwie Einkommen erwirtschaften. Ich blickte auf meine Ressourcen - das Kinderzimmer meiner Tochter.


Ein befreundeter Handwerker packte mit zu und das kleine Paradies war fertig. Wundervolle Menschen kommen seither, um die leeren Akkus aufzutanken oder sich von der Stille, der Natur oder dem Wald inspirieren zu lassen.


Es wurden Bilder gemalt, Gedichtbände vollendet, gehomeofficed, Wehen veratmet, Burnout auskuriert und inspirierende Gespräche geführt.


ein Ring liegt auf einem argentinischen Fünf-Peso-Schein
Eine liebevolle Danksagung beflügelt

Meine Energetische Reise in die Anden


Seit vier Jahren erforsche ich die Heldenreise mit Pferden. Seitdem ich diesen natürlichen Entwicklungsprozess kenne, sehe ich überall Heldenreise und lebe jeden einzelnen Schritt. Logisch, sie ist ein universelles Naturgesetz. Mich wundert, dass sie immer noch ein Insider-Tipp ist.

Seit sechs Jahren bin ich in den Anden unterwegs. Und immer wieder rumort in mir die Frage: Warum sind es die Anden, die mein Herz erobert haben. Statt einer Antwort keimt in mir eine Ahnung.


Meine Begeisterung schlug Wogen, als ich Ende letzten Jahres eine Frau kennenlernte, die Meisterin in beidem ist. Sie lehrt die Heldenreise und ist im andinen Schamanismus zu Hause.


Im online-Basisseminar und der Heldinnenreise lernte ich die Arbeitsweise von Mia Brummer kennen. Mein Feuer war entfacht. Ich war angesteckt, tiefer in die uralte Tradition er Andenbewohner einzutauchen. Nun darf ich einen zweijährigen Ausbildungsweg bei Mia absolvieren. Wundervoll dabei ist, dass wir uns nicht nur online sehen, sondern im Juli das erste Mal von Angesicht zu Angesicht. Ich freu mich schon riesig, die Despacho-Zeremonie kennenzulernen. Einen ganzen Berg "Zutaten" habe ich schon bereitgestellt.


Von Mia lerne ich ebenfalls die Kunst des Spiegels von Tier- und Pflanzenbegegnungen. Mich beeindruckt zutiefst, wie viele Informationen Medizinwanderungen für uns offenbaren können. Eine wahre Lebenshilfe. Natur, wie die Pferde manipulieren nicht, bewerten und spiegeln, das , was sich im Moment zeigt.







Endlich kann ich wieder arbeiten


Für unser Mut-Training für Frauen musste wir, Claudia die Kräuterpädagogin und ich, den Veranstaltungsort vom Räubercamp in Naundorf in die Dresdner Heide verlegen. Dort waren günstigere Inzidenzzahlen. Das haben wir gern gemacht. Draußen. Wild. Frei. konnte stattfinden. Vier mutige Frauen übernachteten im Wald, lernten essbare Wildpflanzen kennen und kochten Salbe aus Fichtenharz.

Schaut selbst, wie herrlich es war:




Ein kurzer Eindruck nach der Nacht im Wald.




Auch die Gespräche am Pferd liefen wieder an. Dabei begleite ich dich durch ein Thema. Die Pferde spiegeln dein Verhalten und sind Platzhalter für das Authentische in dir. Ich übersetze dir die Reaktionen der Pferde.


Hier das feedback einer Teilnehmerin




Auch Waldbaden - das Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes - darf wieder stattfinden.

Zur Sommersonnenwende lud ich ich im Tharandter Wald zur bundesweiten Benefizaktion "Deutschland geht Waldbaden" ein. Es war ein wundervoller Nachmittag mit 5 Frauen, der am Sonnenwendfeuer mit einem Ritual endete.





Ich selbst bin in den letzten 8 Wochen gewachsen und auf meinem nächsten Level angekommen. Einmal, weil ich eine persönlich Herausforderndes bewältigt und losgelassen habe und weil ich acht Wochen lang beim Kurs "Erfolg - Eine Heldenreise" als Assistentin dabei sein durfte. Die mächtigen Transformationen der Teilnehmer haben mich beflügelt. Ja, Erfolg darf leicht sein.


Im März des Jahres habe ich zum Sprit Horse online Festival noch von meinem Scheitern erzählt - dem unbeliebtesten Schritt in der Heldenreise. Auch scheitern hat mit loslassen zu tun. Ich glaube das wird mein Lieblingsthema und ich werde demnächst eine Heldenreise zum Loslassen anbieten und tiefer ins Loslassen eindringen.


Am 9. und 10. Oktober triffst du mich auf dem Horse & Spirit Festival in Heimsheim bei Stuttgart. Hier findest du Informationen und kannst du dein Ticket buchen.


Wenn dir der kleine Einblick in das bewegte Halbjahr gefallen hat, du mit mir arbeiten möchtest, die Kraft der Pferde und des Waldes spüren magst oder Unterstützung für deinen nächsten Schritt brauchst, melde dich gern.




Grüße an dein wildes Herz,





Solveig Schmidt | www.solveigschmidt.jetzt









1件のコメント

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Martina Tömö
Martina Tömö
2021年7月09日

Liebe Solveig,

der Beitrag ist wieder so berührend. Eigentlich wollte ich schon längst im Stall sein, aber deine Worte haben mich mal wieder gefesselt. Vielen Dank!

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