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Jede Heldenreise endet mit einem Happyend - jede!


Nie wieder! Das war mein erster Impuls nach den ersten drei Wochen meiner diesjährigen Reise. Dabei hatte ich es mir so wunderbar vorgestellt, eine Frau mit in mein "Heiligtum" zu nehmen und sie an der puren Kraft der Anden und dem ungeschönten Gaucholeben teilhaben zu lassen. Elf Tage lang, elf Schritte der Heldenreise sollte eine Frau Transformation erleben, die das innere Korsett aus Vorstellungen und Erwartungen weitet. Aufbruch in die innere Freiheit, so wie ich es in den Anden immer wieder erlebe.


Gleich am ersten Tag organisiere ich ein Pferd für die gemeinsame Reise, denn das von Deutschland aus abgesprochene Pferd konnte nicht ankommen.

So ist Argentinien. Nichts ist deutsch organisiert. Nichts ist "sicher".

Absprachen platzen einfach so, weil ein Auto nicht fährt, sich die Situation geändert oder es vergessen oder vertagt wurde. In den neun Jahren, die ich in dieser Mentalität unterwegs bin, habe ich gelernt: irgendwas klappt dann doch. Es braucht nur Geduld und Vertrauen. Beides ist für deutsch geprägte und gewohnte Ansprüche schwer auszuhalten. Es ändert sich nicht nur einmal der Plan. Es gibt keinen. Es gibt einen Rahmen, der, wenn es sein muss stündlich neu gefüllt wird. Alles fühlt sich mui desorganisado an. Ich durfte feststellen, wie sehr mein ganzes Sein hier zu Hause ist und ich mit dem fließe, was sich gerade zeigt.


Ich lerne, dass das für andere eine Herausforderung sein kann.


Mehr und mehr spüre ich, dass ich unter dem aus Deutschland mitgebrachten Berg aus Erwartungen zusammenbreche. Ich mühe mich, dennoch zu entsprechen. Ein altes Muster schnappt wie ein Tellereisen zu und macht jeden weiteren Schritt zur Qual. Schmerzverzerrt schleppe ich es mit und verliere immer mehr meine Mitte und meine Kraft . Warum bemerke ich es nicht¿


Don Socke fällt es sofort auf. Er will mich zurückhalten - doch ich bin im Muster "Erwartungserfüllerin" gefangen und höre ihn nicht. Kennst du das Gefühl, auf Autopilot zu laufen mit Tellereisen am Fuß? Abgeschnitten vom Herzen und von der Intuition, ferngesteuert aus den Tiefen des Unterbewussten. Das symbolische Tellereisen materialisierte sich in reibenden Wanderschuhen und einer fetten Blase an der Verse. Auch die weckt mich nicht aus dem Alptraum auf. Don Socke schüttelte nur sein weiß werdendes Haupt und begleitete mich ins Scheitern. Genau bis dorthin. Danach weigerte er sich, zur Tagesordnung überzugehen und verschaffte mir eine lange (Denk)Pause in wieder mal einer wundervollen Landschaft. Ich denke über meine Arbeit als Mentorin nach, über Lieblingskundinnen und die Spezifik meiner Angebote. Was für ein Geschenk!










2 Comments

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Guest
Feb 26

Hallo Solveig,

danke für deine Gedanken in deinem Video - ich kann das sehr gut nachvollziehen und teile einige! Ich finde es vermessen, wenn die „westliche Welt“ anderen Ländern ihre Lebensweise überstülpen möchte ohne die Menschen und deren Mentalität vor Ort zu berücksichtigen. Hier kommt der Spruch „gut gemeint ist nicht immer gut gemacht“ für mich zum Tragen. Ich freue mich schon auf deinen nächsten Bericht und finde es toll, dass du deine Leser mitnimmst auf deine Reise.

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Guest
Feb 21
Rated 5 out of 5 stars.

Was für eine Erfahrung!

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