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Eine Stunde lang folgten wir der Piste 62 immer bergauf. Wir waren nah an der chilenischen Grenze – es war trüb und einige Regentropfen fielen. Typisch Chile ;-). Vier Kilometer vor dem Grenzübergang folgten wir einem alten Viehweg (jetzt Huelle Andina) nach Norden. Der Weg war mit 6 Stunden ausgeschrieben und folgte dem Arojo Burriquete. Die Vegetation im Wald unterschied sich von der bisherigen. Neue Farne, Moose mit großen roten Blüten, der Kanja war wesentlich kleiner .. Es regnete leicht. Die Nähe zum regenreichen Chile ermöglichte hier den kalten Regenwald. Beeindruckend! Nach drei Stunden schon erreichen wir Aila. ...diese Zeitangaben, viel zu kurz oder viel zu lang...Am Puesto fragten wir nach einem Platz für die Pferde. Es regnete und plötzlich zeigte Jefe deutliche Kolikanzeichen. Sofort absattelten – es wurde schlimmer. Wir konnten den Coral nutzen. Jefe wollte sich immer wieder legen und zeigte mit seiner Nase auf den schmerzenden Bauch. Darmgeräusche waren nicht mehr zu hören. Einen Tierarzt gab es - 80 Kilometer entfernt. Aber ein Handysignal gab es nicht. Wir mussten also allein klar kommen. Stundenlang bewegten wir Jefe in Schritt, Trab und manchmal im Galopp. Ab und zu legte er sich, um sich etwas zu erholten... Immer wieder verabreichte Roland kleine Dosen Alkohol mit einer Spritze ins Maul. Das war alles was wir hatten – und unsere Hoffnung. Gegen die Nässe und Kälte schützten wir Jefe mit einer der Satteldecken. Endlich! Gegen 21:15 Uhr ging es Jefe sichtlich besser – Gott sei Dank! Er trank Wasser und kurz darauf fraß er wieder. Gegen 21:40 Uhr konnte der dann auch Wasser lassen. Die Nacht verbrachte er mit den anderen beiden auf der Koppel. Es regnete unaufhörlich.

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