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Ein Schritt vor, zwei zurück ... Rückzug

Die Nacht war kalt. Das Wasser in den Flaschen war angefroren und die Wiese voller Reif. Heute wollten wir in nächste Tal absteigen. Der Weg zur Malline war mit roten Punkten gekennzeichnet und die ausgetretenen Pfade gut zu finden. Roberto selbst ist den Weg hinter der Malline nie gegangen. Seine Estancia hört dort auf. Es soll aber einen alten Pfad geben. Er gab uns den Hinweis, wenn das Tal enger wird, immer oben zu bleiben und nie dorthin zu gehen, wohin die Pferde nicht wollen. Wir hofften, Tierpfade zu finden und diesen folgen zu können. Bei der Ankunft am Vorabend auf der Malline trafen wir auf 4 Pferde. Es war beeindrucken: Der Chef wurde geschickt um uns Neuankömmlinge zu erkunden. Weil wir keinen Stress wollten, vertrieb Roland die vier lautstark. Das wiederum muss die Pferde beeindruckt haben. Sie galoppierten bis zum Horizont und außer unserem Sichtfeld. Das kam uns am nächsten Tag zugute. Die frischen Spuren und der aufgewühlte weiße Sanisa (Vulkanasche) zeigten uns den Weg. Wir folgten problemlos. Dann verengte sich das Tal. Die Wände wurden steiler und die Spuren waren wie vom Erdboden verschwunden. Sie müssen durch den Fluss sein. Immer wieder dachten wir an Robertos Worte: ariba... oben bleiben. Nicht durch dem Fluss. Stundenlang suchte Roland alte Pfade oder Machetespuren an Bäumen, um den Weg freizuhalten. Es wäre nur ein relativ kurzes Stück von 1,5 Kilometer zu überwinden gewesen, dann wurde das Tal wieder breiter. Ein möglicher Weg war gefunden: Oben und mit der Machete einen Weg freischlagen. Zwei Mann – zwei Tage Arbeit. Wir kamen bei Sonnenuntergang wieder auf der Malline an und entschieden uns dagegen. Am 9. Dezember ritten wir die 14 Kilometer das Tal wieder zurück zu Alberto und blieben die Nacht bei ihm.

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